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Hallesche Strasse

Nöfer Architekten
Projektdaten

Architekt:           Nöfer Architekten

Fotos:                  Maximilian Meisse, René Wildgrube

Lage:                   Hallesche Straße 2-9, Berlin

Bauherr:             Kondor Wessels Wohnen Berlin, Reggeborgh Projektentwicklung

Fertigstellung:  2017

In unmittelbarer Nähe des Anhalter Bahnhofs liegt die neue Wohnbebauung mit insgesamt 12 Häusern und einer Kindertagesstätte. Schon im 1997 entwickelten Bebauungsplan war eine Blockdurchwegung mit halböffentlichem Charakter und gemeinschaftlicher Erschließungstraße vorgesehen. Der intensiv begrünte Hof mit der unter Naturschutz stehenden kapitalen Eiche in der Mitte stellt die Erschließung der meisten Adressen des neuen Quartiers da. Er steht in der Tradition der frühmodernen Reformblöcke, bei denen stets ein besonderes Augenmerk auf eine qualitätvolle, gepflegte und gemeinsam genutzte Gartenanlage gelegt wurde.

Die stringente städtebauliche Komposition aus 6-​geschossigen Flügel-​ und 8-​geschossigen Turmbauten wird räumlich durch Erker und Loggien bereichert, die den vorgegebenen städtebaulichen Rhythmus unterstützen. Die Fassaden haben einen zweigeschossigen Sockelbereich, dessen hellgelbe Klinker durch horizontale Bossen gegliedert sind. Die darüber liegende hell verputzte Wand ist vertikal und horizontal durch Pilaster, Gesimse und Faschen strukturiert.

Die nach den Vorgaben des Bebauungsplanes aus den 90er Jahren erbaute Kindertagesstätte, deckt den Bedarf aus dem entstehenden Neubauquartier. Der Solitärbau wird über einen Durchgang von der Möckernstraße und einen Durchgang der östlich gelegenen Neubauten erschlossen. Der dreigeschossige Bau mit einem Haupteingang und zwei separaten Fluchttreppenhäusern orientiert sich mit seinem symmetrischen Volumen zur Hauptadresse Möckernstraße. Zu dieser Seite sind die Fassadenöffnungen hierarchisch und symmetrisch angeordnet, während sich auf den drei abgewandten Seiten aus der strengen Ordnung eine Vielfalt an unterschiedlichen Fensterformaten freispielt. Die Geschosse sind durch horizontale Gesimse voneinander getrennt, auf denen die meisten Fenster lagern. Das Volumen ist zur Gartenseite hin leicht abgestaffelt, was die Figürlichkeit und städtebauliche Geste unterstützt. Die Innenräume werden durch die unterschiedlichen Fensterformate geprägt.