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Zuidblok

Kollhoff & Pols Architekten
Projektdaten
 
Architekt:    Kollhoff & Pols architecten
Fotos:    MWA Hart Nibbrig, Luuk Kramer
Lage:   Stadionplein 300, Amsterdam (NL)
Bauherr:    IQNN Development, Vink Bouw
Der Baldachin mit seinem eindrucksvollem Überhang (ein 16 Meter langer, zwei Stockwerke tragender Ausleger) ist das auffälligste Merkmal des Zuidblok-Gebäudes am Amsterdamer Stadionplein, dem ehemaligen Areal der Olympiade von 1928. Der Ausleger wurde ursprünglich von OMA als räumliche Lösung für die Sackgasse zwischen dem Platz (Stadionplein) und den umliegenden Gebäuden vorgeschlagen. Der Überhang hat den Vorteil, dass er die gewünschten Sichtlinien auf dem Platz beibehält und gleichzeitig den Einheimischen einen überdachten öffentlichen Raum gibt.

Der schwebende Baldachin spielte bisher im Werk von Kollhoff Architekten, die Architektur als Ausdruck von Gewicht und Stabilität verstehen, keine Rolle. An dieser Stelle verleiht ein Strebewerk der Struktur ein visuelles Gefühl von Gewicht und Festigkeit. Dies wiederum dient dazu, das Spiel der Sichtlinien um den Block zu betonen.

Der Zuidblok selbst beinhaltet ein Hotel, eine Weinbar, ein Café-Restaurant und eine Kochschule und verfügt so über ein breit gefächertes kulinarisches Programm. Des Weiteren gibt es Räumlichkeiten für Partys und Konferenzen die flexibel als Arbeits- und Mietflächen nutzbar sind. Der Dachgarten, zentral gelegen und von den Hotelzimmern aus sichtbar, ist Teil des Konzepts: Hier werden Gemüse und Kräuter der Saison angebaut. Die beiden von Jan Wils als Teil des Olympiastadions entworfenen Gebäude zum Kauf von Eintrittskarten für die Olympiade wurden von Kollhoff Architekten zu einer Cafébar bzw. einer Eisdiele umgebaut. Die Autos parken inzwischen in der Tiefgarage unter dem Gebäude.